Q and A, Fragen und Antworten aus der Mamahilfe Umfrage im August, Mamhilfe unterwegs Blog ©Mamahilfe Odenwald
Mamahilfe unterwegs

Fragen & Antworten aus der Umfrage – Teil 2

Seit Juli 2022 läuft eine Umfrage, zum Bedarf und zur Bekanntheit der Mamahilfe im Odenwald und an der Bergstraße. Herzlichen Dank für die Teilnahme weiterhin. Die Umfrage ist anonym und dauert weniger als 5 Minuten. Noch bis Ende September, ist die Umfrage geöffnet. Spezielle und individuelle Fragen beantworte ich dir gerne persönlich, wenn du mir deine Email Adresse in der Umfrage hinterlässt. Hier in Teil 2, beantworte ich alle anderen anonymen Fragen oder Anregungen, die sich im August ergeben haben.

Außerdem bin ich mit einigen Menschen auf der Straße in Kontakt gekommen – beim Flyer verteilen 😉 und veröffentliche nachfolgend ebenso Fragen von Passanten. Vielleicht finden dazu andere Leser ihre Antworten… Dankeschön! 🙂

Anonyme Frage: Gibt es das Mamahilfe Angebot auch für ältere Kinder? oder Gibt es Hilfe für Mütter mit pubertären Kindern?

Susanne: Grundsätzlich steht die Mamahilfe/Haushaltshilfe jeder Mutter zu. Finanziert über die Krankenkassen und gesetzlichen Anspruch bis zu vier Wochen, haben Mütter in Notlagen, bei kurzfristigen und plötzlichen Erkrankungen, Operationen oder Unfällen.

Da lohnt es sich mal rein zuschauen – Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben nach §38 SGB V  einen Anspruch auf Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankheit die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist.

Dasselbe gilt bei längerer Abwesenheit von zu Hause, zum Beispiel durch einen Krankenhausaufenthalt oder eine Rehamaßnahme.

Desweiteren solltest du „haushaltsführend“ sein, dich also bisher um alles gekümmert haben. In der Folge heißt das: Kein anderer Erwachsener, der in derselben Wohnung lebt, kann die nun anfallenden Aufgaben übernehmen.

Die Kosten für die Haushaltshilfe werden in diesem Fall von deiner Krankenkasse übernommen.

Die Anspruchsdauer verlängert sich bei Müttern mit Kindern, unter 12 Jahren oder mit erhöhtem Pflege- und Betreuungsgrad.

Allgemein wird älteren Kindern eine Mithilfe im Haushalt zugemutet und auch zeitlich begrenzte Zugeständnisse berücksichtigt, in denen sich Kinder ohne Aufsicht befinden. Im Einzelfall, sollte das jede Familie selbst mit ihrer Krankenkasse klären, wobei es hier sicherlich gesetzliche Versorgungslücken, Überschneidungen und auch reine Willkür gibt.

Generell ist das Angebot der Mamahilfe privat finanzierbar und unabhängig vom Alter der Kinder. Deine Überlastung als Mutter im Familien Alltag, muss dann auch kein Arzt diagnostizieren.

Anonyme Frage: Wie alt darf das Kind höchstens sein?

Susanne: Eigentlich ist es unabhängig vom Alter der Kinder.

Anonyme Frage: Warum kostet die Mamahilfe Dienstleistung „so viel“ Geld?

Susanne: Die Mamahilfe Odenwald ist ein angemeldetes Gewerbe, so wie jeder andere offizielle Handwerker, Pflegedienst oder Supermarkt auch. Als angemeldetes Gewerbe, habe ich Verpflichtungen und Ausgaben, damit ich das Unternehmer Risiko in der freien Wirtschaft tragen kann. Ich kenne kein Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen kostenfrei anbieten.

„So viel“ ist (d)eine Bewertung! Welchen Mehrwert du durch meine Arbeit in deinem Haushalt hast? – findest du in meinem Angebot!

Anonyme Frage: Warum machst du das, Susanne? Was ist dein Hintergrund, weil du dich für das Projekt „Mamahilfe“ einsetzt?

Susanne: Im Laufe meines Mutter Seins, durfte ich selbst erfahren, wie wertvoll die Arbeit von Müttern bzw. Menschen ist, die sich um den Haushalt und die Kinder kümmern. Sichtbar wird diese Arbeit erst, wenn Mütter durch Krankheit oder Überlastung – vor Allem Stress – im Familienalltag ausfallen. Unsichtbare Familienarbeit (demnächst gibt es darüber einen Beitrag hier im Blog), ist mehr als Haushalt und Kinder. Mütter/ Menschen brauchen ehrliche Anerkennung & Bestätigung, damit sie wieder selbstsicher aus ihrer eigenen Intuition heraus ihren FamilienAlltag meistern – wenn sie denn wollen!

Viele unserer gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Probleme, gründen auf Schuld und Scham. Mit meiner Arbeit und meinem DaSein, kann ich in der Familie etwas bewegen, sodass mehr Ruhe, Leichtigkeit & Lebensfreude einkehrt.

Mein fachlicher oder beruflicher Hintergrund, hat eher wenig damit zu tun. Mein Fokus in Allem ist, die Besonderheit jedes einzelnen Menschen zu spüren. Seine Stärken, Talente & Begabungen zu leben, ist, was den Menschen wirklich antreibt und erfüllt. Und so mache ich das mit meinen Projekten auch 😉

Mein Umfrage Fazit im August

Im August hatten viele Einrichtungen Urlaub, deshalb war die Resonanz auf die Umfrage bedeutend weniger. Generell bin ich erstaunt, dass überhaupt (nur) ca. 15% auf die Info Mail antworten, die ich an Einrichtungen verschickt habe. Um auf die Umfrage aufmerksam zu machen, telefonierte ich zudem mit einigen Einrichtungen. Des Weiteren bin ich los gezogen, um Flyer und Plakate zu verteilen und war mit Passanten in Kontakt, um über die „Mamahilfe“ zu sprechen.

Generell zeichnet sich ab, dass über 60% der Befragten, noch nie etwas von einer Mütterhilfe gehört haben und somit über 90% noch nie eine Mütterhilfe/Haushaltshilfe in Anspruch genommen haben. Zumindest nicht während einer Heilungsphase.

Meine Recherche ergab außerdem, dass allgemein im Bereich „Haushaltsnahe Dienstleistungen“, viel Schwarzarbeit verbreitet ist. Zu dem Ergebnis kommt nicht nur die OECD-Studie, sondern auch etliche andere Wissenschaftler. So geht der Ökonom Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln davon aus, dass 90 Prozent der Putzkräfte in deutschen Privathaushalten schwarzarbeiten.

Du hast noch nicht an der Umfrage teilgenommen?

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